Ministrantenreise 2017 | Ministrantenreise 2017 – Kath. Seelsorgeraum Andelfingen – Feuerthalen

Ministrantenreise 2017

21 Ministranten und Ministrantinnen aus dem ganzen Seelsorgeraum mit 3 Begleitpersonen machten sich am Samstag, 26. August 2017, auf die Reise nach Messkirch (DE) zum Campus Galli.

Vor über 1200 Jahren zeichneten Mönche einen Klosterplan für St. Gallen. Dieser weltberühmte Plan wird nun in Messkirch in jahrzehntelanger Arbeit in die Tat umgesetzt. Tag für Tag erschaffen Handwerker mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts eine Klosterstadt.

Als Erstes wurden die Kinder in die Zeit des 9. Jahrhunderts und in die Geschichte des Hl. Gallus eingeführt. Was gab es damals alles nicht? Handy, Telefon, Autos, öV, Heizung, Kühlschrank, usw. Gearbeitet wurde ohne Maschinen nur mit von Hand gefertigten Werkzeugen und mit Ochsen. Die Kleider aus Leinen und Wolle, die die Handwerker und Helfer tragen, werden vor Ort hergestellt. Schafe, Ziegen, Wollschweine, Ochsen und Hühner sind auf dem Campus angesiedelt. Die Kleider wurden gleich anprobiert und das passende Werkzeug dazu ausgesucht und als „Modeschau“ vorgeführt. Danach erfuhren wir, wie die Menschen sich damals ernährten und was angebaut wurde. Kartoffeln, Mais, Reis und vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, gab es noch nicht. Bei der Ernte der Ackerbohnen durften wir gleich mithelfen. Zwei Körbe wurden gefüllt und die Kinder waren erstaunt, wie viel Arbeit damals nötig war, um die Menschen ernähren zu können. Dann ging es weiter zur Werkstatt der Schindelmacher. Hier konnten sie die ganzen Arbeitsgänge selber ausprobieren. Es wurde fleissig gesägt, die Schindeln abgespalten, abgezogen und das Loch für den Holznagel gebohrt. Die Kinder waren so eifrig bei der Sache, dass sie wohl den ganzen Tag da verbracht hätten. Wir wollten aber noch erfahren, wie aus Holz Bast hergestellt wurde und wie daraus Bänder und Seile geknüpft oder besser gedreht wurden. Jedes Kind durfte sich ein Armband drehen. Zum Schluss besichtigten wir die Kirche, die bereits fast fertig gebaut ist. Wir konnten dem Holzschnitzer zusehen wie er schöne Verzierungen für die Kirche aus dem Holz heraus arbeitete. Es hätte noch vieles zu sehen gegeben. Die 3 Stunden unter kundiger Führung von Miriam und Julian gingen wie im Flug vorbei , aber es war Zeit für das Mittagessen. Da es im Campus Galli nur Speisen wie im Mittelalter gibt, d.h. Wurst und Suppe, hatten die Begleiterinnen vorsorglich Sandwiches für die Kinder mitgenommen. Doch die Denetle aus dem Lehmofen gebacken mussten schon probiert werden. Sie schmeckten wie Flammkuchen. Zum Dessert gab es dann Schoggichüechli, aber nach heutigem Rezept! Es blieb noch etwas Zeit die Wollschweine und Ziegen oder die anderen Werkstätten zu besuchen. Pünktlich fanden sich alle beim Car für die Heimreise ein. Zum Abschluss erwartete uns noch eine Überraschung. Wir fuhren zur Lochmühle in Eigeltingen und wurden hier mit einem feinen Glace belohnt. Zufrieden und mit vielen neuen Erkenntnissen kamen wir in Feuerthalen und Andelfingen an. Wir hoffen, es hat allen gefallen.

Für das Betreuerteam Feuerthalen
Jolanda Bachmann